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Was kostet ein schlecht geführtes Digitalisierungsprojekt wirklich?

30. März 2026 durch
Was kostet ein schlecht geführtes Digitalisierungsprojekt wirklich?
Direct.Digital e.U., Wolfgang Goßner

Die meisten Unternehmen unterschätzen, was ein schlecht geführtes Digitalisierungsprojekt wirklich kostet. Nicht weil sie nachlässig sind – sondern weil viele Kosten unsichtbar bleiben. Die Budgetüberschreitung auf dem Papier ist oft nur die Spitze des Eisbergs.

Nach 25 Jahren in ERP- und Digitalisierungsprojekten kenne ich die Rechnung auswendig. Und sie ist unangenehmer, als die meisten Führungskräfte erwarten.

Die direkten Kosten: Was Sie sehen

Budgetüberschreitungen sind das Offensichtlichste. Projekte, die mit 200.000 Euro kalkuliert wurden, kosten am Ende 350.000 Euro. Zeitpläne, die auf 12 Monate ausgelegt waren, dehnen sich auf 24 aus. Berater, die nachbeauftragt werden, weil das erste Konzept nicht funktioniert hat.

Das ist schmerzhaft – aber zumindest messbar. Was viele CEOs unterschätzen, sind die versteckten Kosten.

Die versteckten Kosten: Was Sie nicht sehen

Erstens: Ihre eigene Zeit. Wenn Sie als CEO oder Geschäftsführer regelmäßig in Projektsitzungen sitzen, Eskalationen lösen und zwischen IT-Dienstleister und Fachabteilung vermitteln, dann kostet das Ihre wertvollste Ressource – Führungsfokus. Rechnen Sie ehrlich nach: Wie viele Stunden pro Woche verbringen Sie mit Projektthemen, die eigentlich jemand anderes lösen sollte?

Zweitens: Mitarbeitermotivation. Wenn ein Projekt über Monate hinzieht, wenn die neue Software mehr Probleme schafft als löst, wenn Change-Management fehlt – dann verlieren Mitarbeiter das Vertrauen in die Führung. Und das kostet Sie in Form von Fluktuation, sinkender Produktivität und innerer Kündigung.

Drittens: Opportunitätskosten. Jeder Monat, den Ihr Unternehmen mit einem fehlerhaft laufenden Projekt verbringt, ist ein Monat, in dem Ihr Mitbewerb Vorsprung gewinnt. Automatisierte Prozesse, die Sie eigentlich haben sollten, fehlen. Kunden spüren ineffiziente Abläufe.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis

Ein mittelständisches Produktionsunternehmen führte ein neues ERP-System ein. Der Projektplan war ambitioniert, das Budget knapp kalkuliert. Nach 18 Monaten war das System zwar technisch live – aber 40 % der Mitarbeiter arbeiteten parallel noch mit Excel-Tabellen. Gründe: fehlende Schulung, keine klare Verantwortlichkeit, kein aktives Änderungsmanagement.

Die tatsächlichen Kosten: 180 % des ursprünglichen Budgets, 14 Monate Zeitverzug, drei Führungskräfte, die in dieser Phase das Unternehmen verließen – darunter der Projektleiter und zwei Abteilungsleiter.

Was macht den Unterschied?

Nicht die Technologie. Nicht das Budget. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten Digitalisierungsprojekten liegt fast immer in drei Faktoren: klare Projektverantwortung, aktives Change Management und eine Führungskraft, die das Projekt vollständig im Griff hat – ohne dass der CEO ständig eingreifen muss.

Genau das ist meine Aufgabe als Interim-Projektleiter. Ich übernehme die operative Verantwortung – von der Planung über die Koordination bis zur Übergabe. Sie behalten den Überblick, ohne im Detail stecken zu bleiben.

→  Sprechen Sie mit mir, bevor das nächste Projekt startet. In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir gemeinsam Ihr Vorhaben und klären, wo die größten Risiken liegen.

Kostenloses Erstgespräch: www.direct-digital.at/kontakt  |  +43 676 7083816  |  info@direct-digital.at

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